
Über uns
Der Verein stellt sich vor
Unser Hintergrund
Fokus Behandlungsfehler e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, gegründet von Menschen, die erfahren mussten, was es bedeutet, wenn im Gesundheitssystem schwerwiegende Fehler passieren – und niemand proaktiv Verantwortung übernimmt. Wir haben Kinder und Partner:innen verloren oder sind selbst zu Schaden gekommen.
In einigen Fällen wurde das Vorliegen von Diagnostik- und Behandlungsfehlern schlicht geleugnet, in anderen Fällen Behandlungsunterlagen zurückgehalten oder nachträglich bearbeitet. Wir alle mussten selbst aktiv werden und Aufklärung mit anwaltlicher Unterstützung häufig über Jahre hinweg unwürdig erkämpfen. Und das oft gegen Widerstände, mit enormer psychischer und finanzieller Belastung. In einigen Fällen kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass weniger um Aufklärung im Sinne der Betroffenen gerungen wurde, sondern darum, Konsequenzen für die Verursacherseite möglichst zu vermeiden. Diese Erfahrungen mit schweren Behandlungsfehlern und erschwerter Aufarbeitung sind der Ausgangspunkt unseres Engagements.
Wir setzen uns für strukturelle Veränderungen ein:
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bessere Aufklärung,
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wirksame Rechte für Patient:innen,
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eine medizinische Fehlerkultur, die “rote Linien” kennt und
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ein Gesundheitssystem, das aus Fehlern lernt und transparent damit umgeht.
Der Vorstand
Vorbemerkung: Fokus Behandlungsfehler e.V. wird getragen von Menschen, die sich aus persönlicher Betroffenheit und Überzeugung engagieren. Sie bringen Haltung, Fachwissen und Erfahrung ein und setzen sich allesamt ehrenamtlich für Veränderung ein. Nicht alle möchten dabei öffentlich sichtbar sein, doch ihr Beitrag ist ebenso wertvoll. Im Folgenden stellen sich die Mitglieder des Vorstands vor.

© Henning Angerer
Michelle Bayona, 1. Vorsitzende
Michelle Bayona ist Mutter der kleinen Line, die kurz vor ihrem dritten Geburtstag im Zusammenhang mit gutachterlich nachgewiesenen Befunderhebungs- und Behandlungsfehlern im Krankenhaus verstarb.
Sie ist Schirmherrin von "Lines Vermächtnis" - einem Präventivprojekt, initiiert gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Patientensicherheit . "Lines Vermächtnis" setzt sich für die systematische Berücksichtigung elterlicher Warnhinweise bei der Behandlung erkrankter Kinder ein. Ziel ist es, nach internationalem Vorbild die Patientensicherheit insbesondere bei der Behandlung von Kindern zu stärken.
Mehr Informationen: www.patientensicherheit.de/line

© Henning Angerer
Joachim Greuner, 2. Vorsitzender und Kassenwart
Joachim Greuners Ehefrau Silja und ihr ungeborener Sohn Maxim starben im Mai 2019 an den Folgen einer nicht rechtzeitig diagnostizierten Sepsis. Seit über sechs Jahren kämpft er – auch gerichtlich – um eine ehrliche Aufarbeitung der Geschehnisse.
Joachim Greuner setzt sich für Aufklärung im Umgang mit Sepsis und medizinischen Fehlern ein – auch in der öffentlichen Debatte, als Redner und Interviewpartner in Medienbeiträgen. Der Rechtsanwalt engagiert sich u.a. bei der Sepsis-Stiftung, die sich für die frühzeitige Erkennung, bessere Behandlung und konsequente Prävention von Sepsis einsetzt.
Mehr Informationen: https://sepsis-stiftung.de/

© Henning Angerer
Martje Ratzow, Schriftführerin
Martje Ratzow ist Mutter von Lönne, der 2021 im Alter von nur sieben Monaten durch schwere Fehler und Unterlassungen des gerufenen Rettungsteams in einem rettungsdienstlichen Routineeinsatz starb.
Nach fast drei Jahren strafrechtlicher Ermittlungen und darin viel notwendig gewordenen eigenen und externen Inputs im Rahmen der Nebenklage, wurde der Notarzt strafrechtlich rechtskräftig der fahrlässigen Tötung schuldig gesprochen und es wurde gerichtlich u.a. ein fünfjähriges Berufsverbot für die Tätigkeit als Notarzt verhängt. Die beim Einsatz ebenfalls anwesenden Rettungssanitäter wurden nicht mitangeklagt.
Martje Ratzow und ihr Mann Niklas Ratzow gründeten gemeinsam mit zwei medizinischen Partnern die Initiative ”‘DenkAnLönne” und veröffentlichten darin unter anderem die Details zu Lönnes Todesumständen für die breite medizinische Aufarbeitung zu Präventionszwecken. Die Initiative gestaltet außerdem Taschenkarten für Rettungskräfte zum Thema Kindernotfälle und zum Thema “Speak Up”.
Mehr Informationen: https://denkanloenne.de
